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Bei der Bodenbelags-, Parkett- und Fliesenverklebung
verwendet der Handwerker eine Vielzahl verschiedener
Klebstofftypen - abhängig von Untergrund, Belag und
Anforderungen. Es werden sowohl physikalisch als auch
chemisch abbindende Klebstoffe eingesetzt.
Physikalisch abbindende Bauklebstoffe enthalten als
Trägermedium Wasser oder Lösemittel und erhalten ihre
innere Festigkeit durch Verdunsten des Lösemittels bzw.
Wassers. Chemisch abbindende Klebstoffe können ein- oder
zweikomponentig sein und härten durch Mischen der A- und
B-Komponente, durch Zugabe von Wasser bzw. durch Reaktion
mit der Luftfeuchtigkeit aus.
1. Klebemörtel zur Verlegung keramischer Fliesen
Zementäre Klebemörtel
Beim Verlegen keramischer Fliesen dominieren zu ca. 90 %
- neben Klebern auf Reaktionsharz- und Dispersionsbasis -
ganz klar Klebemörtel auf Zementbasis. Diese Produkte
enthalten als Hauptbindemittel Zement, als Füllstoff Sande,
zur Haftungsverbesserung und zur Flexibilisierung
Kunststoffpulver sowie Spezialzusätze wie z.B. Entschäumer,
Netzmittel, Verdicker etc. Zementäre Mörtel sind chemisch
abbindend, sie erhärten durch Zugabe von Wasser
"hydraulisch", d. h., sie binden durch Reaktion
des Zements mit Wasser an Luft und selbst unter Wasser ab
und sind nach dem Aushärten wasserbeständig.
Zementäre Schnellbau-Klebemörtel
Um den immer kurzfristigeren Fertigstellungsterminen
Rechnung zu tragen, wurden in den letzten Jahren verstärkt
"Schnellbau-Klebemörtel" auf der Basis von
Spezialzementen entwickelt. Diese Klebemörtel verlangen
große Sorgfalt bei der Verarbeitung und eine sehr gute
Sachkenntnis und praktische Erfahrung des Verarbeiters.
Dafür haben sie den großen Vorteil, dass bereits ca. 2
Stunden nach der Verlegung der keramischen Fliesen verfugt
werden kann. Dies ist gerade bei Objekten, die schnell der
Nutzung zuzuführen sind, ein wichtiger Aspekt. Beim Einsatz
konventioneller zementärer Klebemörteln hingegen kann
frühestens nach 24 Stunden weitergearbeitet werden. Werden
beim Gesamtaufbau eines keramischen Fußbodenbelags nur
Schnellbauprodukte (Schnellestrich, Schnellbau-Klebemörtel
und Schnellbau-Fugenmörtel) eingesetzt, dann reduziert sich
der gesamte Zeitbedarf von ca. 5 - 6 Wochen auf 3 - 5 Tage.
Zementäre Fliesenklebemörtel weisen neben vielen Vorteilen
nur sehr wenige Nachteile auf.
Vorteile:
Einfach zu handhaben, universell einsetzbar bis auf
wenige Ausnahmen, niedrige Materialpreise, gute
Wasserbeständigkeit und hohe Wasserdampfdurchlässigkeit,
hohe Festigkeit, gute Entsorgungsmöglichkeit als Bauschutt.
Nachteile:
Anmischen mit Wasser, begrenzte Topfzeit,
Staubentwicklung und Verschmutzung beim Anmischen und
geringe Chemikalienbeständigkeit.

Abb. 1: Aufbau eines Keramischen Fußbodenbelags mit
Schnellbauprodukten
Reaktionsharz-Fliesenkleber
Reaktionsharz-Fliesenkleber sind chemisch abbindende
Spezialprodukte auf Polyuretan- oder Epoxidharz-Basis. Sie
bestehen aus einer mit Füllstoffen formulierten
A-Komponente und einer, normalerweise ungefüllten
B-Komponente. Die Härtung erfolgt durch Polyaddition, d. h.
durch Reaktion dieser beiden Komponenten zu einem
dreidimensional vernetzten Kunststoff. Abhängig vom
gewünschten Einsatzzweck können Polyuretan- und
Epoxidharz-Fliesenkleber sehr hart oder weichelastisch
eingestellt werden. Für den Schnellbaubereich eignen sich
diese Produkte hervorragend, da im Mittel für die Verfugung
nur eine Wartezeit von ca. 12 - 24 Stunden eingehalten
werden muss.
Reaktionsharzprodukte kommen in Bereichen mit hoher
Beanspruchung zum Einsatz, z. B. bei
- Mechanische Belastung
Gewerbeflächen mit Flurförderfahrzeugen
- Erhöhte Nassbelastung
Duschen in Schwimmbädern, Umkleidebereiche,
öffentliche Toiletten
- Dauernassbelastung
Wasserbehälter, Schwimm-, Thermal- und Solebäder
- Chemikalienbelastung
Industrie (Brauereien, Molkereien etc.), Großküchen,
Lagerräume
- Außenbereiche
Schiffsbau, erdreichberührte Terrassen und freitragende
Balkone mit hohen Temperaturschwankungen
Vorteile:
Sehr gute Chemikalienbeständigkeit, sehr hohe
mechanische Festigkeit, universelle Haftung auf nahezu allen
Bauuntergründen, alterungs- und wärmebeständig, schwund-
und spannungsfreies Aushärten, auch einsetzbar auf
verformbaren und wasserempfindlichen Untergründen, für den
Schnellbaubereich einsetzbar.
Nachteile:
Sorgfältiges Arbeiten (z. B. exaktes
Mischungsverhältnis ist einzuhalten) und
Arbeitsschutzmaßnahmen sind erforderlich, höherer
Materialpreis, bei Epoxidharzen muss die Härtungstemperatur
unbedingt über 10 °C liegen, begrenzte Tropfzeit.
Dispersions-Fliesenkleber
Dispersions-Fliesenkleber enthalten im allgemeinen
Styrol-Acrylat-Dispersionen als Bindemittel, Füllstoffe,
wie z. B. Kreide und Quarzsande, sowie Additive wie
Verdickungs- und Konservierungsmittel, Entschäumer und
Netzmittel. Diese gebrauchsfertigen Klebstoffe binden
physikalisch durch Abgabe von Wasser ab. Da kein Anmischen
erforderlich ist, kann der Fliesenleger mit
Dispersionsklebstoffen besonders verschmutzungsarm und
sauber arbeiten, und Restmengen müssen nicht entsorgt
werden. Für Renovierungsarbeiten, zur Verlegung von
Sockelleisten, Bordüren etc. und für den DIY-Bereich sind
Dispersionsklebstoffe daher besonders geeignet. Für diese
Anwendungen ist aufgrund der Zeitersparnis auch der höhere
Preis dieser Klebstoffe zweitrangig.
Vorteile:
Gebrauchsfertig, keine Topfzeit, flexibel und verformbar,
komfortable Verarbeitung.
Nachteile:
Fliesenrückseite oder Untergrund muss saugfähig sein,
höherer Materialpreis, im Außen-, Fußboden- und
Unterwasserbereich nicht geeignet.
2. Klebstoffe zur Verlegung von Parkett
Zementäre Klebemörtel
Grundsätzlich kann Parkett fest geklebt oder schwimmend
verlegt werden. Beim schwimmend verlegtem Parkettwerden
lediglich Nut- und Federn mit einem D-3 Holzleim verklebt.
Die Vorteile des fest verklebten Parketts liegen aber auf
der Hand:
- Schwimmend verlegtes Parkett kann bei einer
Renovierung nur mit großem Aufwand oder überhaupt
nicht geschliffen und neu versiegelt werden.
- Fest verklebtes Parkett bietet einen höheren
Gehkomfort. Schwimmend verlegtes Parkett klingt beim
Begehen hohl, dieser Klang wird auch als
"Barackensound" oder Trommeleffekt bezeichnet.
- Fest verklebtes Parkett sichert zudem den direkten
Wärmedurchfluss bei Fußbodenheizungen. Eine
Schwimmende Verlegung von Parkett auf Fußbodenheizungen
ist nicht empfehlenswert, da fast zwangsläufig der
maximale Wärmedurchlasswiderstand der
Fußbodenkonstruktion von 0,17 (m2K / W) überschritten
wird.
Für die Klebung von Parkett kommen hauptsächlich 3
verschiedene Klebstofftypen zum Einsatz:
- Lösemittelhaltige Kunstharz-Parkettklebstoffe
- Reaktionsharz-Parkettklebstoffe
- Dispersions-Parkettklebstoffe
- Lösemittelhaltige Kunstharz-Parkettklebstoffe
Lösemittelhaltige Kunstharz-Parkettklebstoffe haben
trotz aller Anstrengungen der Bauberufsgenossenschaften und
dem Inkrafttreten der TRGS 610 im Jahre 1992 (Technische
Regel für Gefahrstoffe "Ersatzstoffe, Ersatzverfahren
und Verwendungsbeschränkungen für stark lösemittelhaltige
Vorstriche und Klebstoffe) ihre beherrschende Stellung im
Markt behalten. Man schätzt ihren Marktanteil auf immer
noch ca. 65 -70 %. Sie bestehen aus Lösemittelgemischen
(z.B. Methylacetat, Aceton, Ethanol, Methanol), darin
gelöstem Kunstharz (Polyvinylacetat) und mineralischen
Füllstoffen, z. B. Kreide. Der Lösemittelanteil liegt
zwischen 20 und 25 %.
Lösemittelhaltige Kunstharz-Parkettklebstoffe enthalten
kein Wasser und verursachen deshalb eine vergleichsweise
geringe Quellung der Parketthölzer. Der Parkettleger
schätzt diesen Klebstofftyp vor allem wegen der einfachen
und problemlosen Anwendungsvielfalt.
Vorteile:
Sehr universell einsetzbar für die meisten Holzarten und
Parkettformate, wasserfrei, gutmütig bei
Verarbeitungsfehlern, günstiger Materialpreis.
Nachteile:
Arbeitsschutzmaßnahmen erforderlich, stark
lösemittelhaltig, bei sehr empfindlichen Parkettformaten
können die Lösemittel zu Schüsselungen der Parketthölzer
führen.
Abb. 2:
Fest verklebter Parkett ist eine Investition in einen
bleibenden Wert.
Reaktionsharz-Parkettklebstoffe
Aus Kostengründen wurden Anfang der 90er Jahre neue
Parkettformate entwickelt. Diese neigen - im Verhältnis
sehr dünnen und breiten Formaten bei der Verklebung mit
Dispersions- und Lösemittel-Klebstoffen oft zu
Schüsselungen. Gleichzeitig setzte der Modetrend hin zu
helleren, aber auch quellfreudigeren Parkettsorten wie z. B.
Buche und Ahorn ein. Dies machte die Entwicklung neuer,
wasser- und lösemittelfreier Parkettklebstoffe notwendig.
Neben Epoxidharz-Klebstoffen werden in Deutschland
hauptsächlich Polyurethanklebstoffe verwendet. Dies sind
chemisch abbindende Systeme, mehrheitlich 2-komponentige
Produkte, die aus einer Harzkomponente A und einer
Härterkomponente B bestehen und vor der Verarbeitung
sorgfältig gemischt werden müssen. Teilweise werden auch
1-komponentige Polyurethanklebstoffe verwendet. Diese
härten durch Reaktion mit der Luftfeuchtigkeit.
Polyurethan-Parkettklebstoffe sind hervorragende
Schnellbauprodukte. Bereits 12 - 24 Stunden nach der
Verlegung des Parketts kann geschliffen und versiegelt
werden. Bei Dispersions- und lösemittelhaltigen
Kunstharz-Klebstoffen ist eine Weiterbearbeitung in der
Regel erst nach ca. 3 - 7 Tagen möglich.
Vorteile:
Sehr universell einsetzbar für alle Holzarten und
Parkettformate, für den Schnellbaubereich hervorragend
geeignet, wasserfrei, Parkettboden kann bereits nach 12 - 24
Stunden geschliffen werden, direkt einsetzbar auch auf nicht
saugenden, dichten Untergründen wie z. B. Gussasphalt und
2-K-Epoxidharzabdichtungen, die als Dampfbremsen eingesetzt
werden, sehr gut geeignet bei großformatigem Parkett und
"nervösen" Parketthölzern und -formaten, z. B.
Buche und Ahorn, Polyurethanklebstoffe härten in beliebigen
Schichtdicken aus.
Nachteile:
Arbeitsschutzmaßnahmen erforderlich, höherer
Materialpreis, aufwändigere Verarbeitung, exaktes
Mischungsverhältnis ist einzuhalten.
Dispersions-Parkettklebstoffe
Die umweltfreundlichste Art, Parkett zu kleben, ist
zweifellos die Verwendung wasserbasierender
Dispersions-Parkettklebstoffe. Diese bestehen aus einer
Polyvinylacetat-Kunststoff-Dispersion als Bindemittel und z.
B. Kreide als mineralischer Füllstoff. Der Einsatz dieser
Produkte ist allerdings von einigen Bedingungen abhängig.
So muss grundsätzlich die Untergrundvorbereitung sehr
sorgfältig vorgenommen werden, z. B. durch die Verwendung
selbstverlaufender Zement-Spachtelmassen, um saugfähige
Untergründe zu erhalten. Außerdem ist eine genauere
Kenntnis der Reaktion der verschiedenen Parkettformate und
Parketthölzer mit dem im Klebstoff enthaltenen Wasser
notwendig, um spätere Schüsselungen und Abplatzungen zu
vermeiden.
Vorteile:
Lösemittelfrei, keine Arbeitsschutzmaßnahmen
erforderlich, günstiger Materialpreis.
Nachteile:
Bei empfindlichen Parkettformaten kann das enthaltene
Wasser zu Schüsselungen führen, eine sorgfältige und
damit eventuell auch "teure"
Untergrundvorbereitung vor der Verlegung ist notwendig,
längere Wartezeit - ca. 7 Tage - bevor weitergearbeitet
werden kann.
3. Bodenbelagsklebstoffe
Für PVC-, Kautschuk-, Linoleum-, Polyolefin- und
Korkbeläge sowie Textilbeläge werden seit Jahren praktisch
ausschließlich Dispersionsklebstoffe für die Klebung
verwendet. Ausnahmen sind die Verlegung auf formvorgebenden
Untergründen (z. B. Treppen) und das Anbringen von
Sockelleisten. Dafür werden stark lösemittelhaltige
Kontaktklebstoffe eingesetzt.
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PVC-, Kautschuk-, Linoleum-,
Polyolefin- und Korkbeläge müssen praktisch zwingend
mit Hilfe von Klebstoffen fest mit dem Untergrund
verbunden werden. Einfache Textilbeläge können im
Wohnbereich auch "lose" verlegt werden. Auch
CV-Beläge werden auf kleinen Flächen, z. B. in
Küchen, einfach ausgelegt.
Dispersionsklebstoffe enthalten als Bindemittel
Kunststoffe, fein verteilt in Wasser. Sie binden durch
Verdunsten des Wassers und Bildung eines
Klebstoff-Films ab, gehören also zu den physikalisch
abbindenden Klebstoffen.
Neben diesen Kunststoff-Dispersionen enthalten
Dispersionsklebstoffe Hilfsstoffe wie Natur- und
modifizierte Naturharze, Füllstoffe, Verdickungs- und
Konservierungsmittel, Entschäumer und Netzmittel. Sie
dienen u. a. zur Klebrigkeitseinstellung,
Verbesserung |
| der Haftung, Konservierung,
Flexibilisierung, Viskositätsregulierung,
Stabilisierung und zur Beeinflussung der
Abbindegeschwindigkeit. |
Dispersionsklebstoffe waren in den letzten Jahren einem
rasanten Wandel unterworfen. Anfänglich enthielten sie ca.
5 - 7 % Lösemittel, die zur Einarbeitung der
klebrigmachenden Harze notwendig waren. Die Entwicklung
lösemittelfreier Dispersionsklebstoffe Ende der 80er Jahre
war ein erster Schritt in Richtung Arbeitsschutz und seit
1994 ist die Raumluftqualität in Deutschland zunehmend zum
Thema geworden. Es setzte eine verstärkte Diskussion über
Langzeitemissionen aus Bodenbelägen und Klebstoffen ein.
Als Antwort darauf wurde 1997 von namhaften
Klebstoff-Herstellern die "Gemeinschaft
Emissionskontrollierte Verlegewerkstoffe e. V."(GEV)
gegründet. Die GEV hat zur Kennzeichnung des
Emissionsverhaltens von Verlegewerkstoffen das
Kennzeichnungssystem EMICODE eingeführt. Dieses System
definiert hinsichtlich dem Emissionsverhaltendrei Klassen:
- EMICODE EC 1 - sehr emissionsarm
- EMICODE EC 2 - emissionsarm
- EMICODE EC 3 - nicht emissionsarm
Sehr emissionsarme EMICODE EC 1 Dispersionsklebstoffe
haben hinsichtlich der Freisetzung organischer Emissionen,
die strengsten Kriterien zu erfüllen.
Konsequent hat UZIN daraufhin ein Programm sehr
emissionsarmer Verlegewerkstoffe - die UZIN-ÖkoLine®
Produktreihe - eingeführt. Alle UZIN-ÖkoLine® Produkte
entsprechen der bestmöglichen Emissionsklasse EMI-CODE EC
1.
UZIN empfiehlt für die Klebung aller Bodenbeläge sehr
emissionsarme UZIN-ÖkoLine® Produkte. Diese erfüllen alle
Anforderungen an zukunftsorientierte, moderne
Verlegewerkstoffe. Sie sind bezüglich der
anwendungstechnischen Funktionsfähigkeit auf dem neuesten
Stand und erfüllen alle Anforderungen, die an moderne
Systeme hinsichtlich Arbeitsschutz und Raumluftqualität
gestellt werden.
Die hohe Akzeptanz der UZIN-Öko-Line® Produkte beim
Verarbeiter führte dazu, dass UZIN 1999 im Segment der
Textilbelagklebstoffe in Deutschland nahezu 100 % EMICODE EC
1-Klebstoffe und bei den Linoleumklebstoffen ca. 85 %
EMICODE EC 1-Klebstoffe verkauft hat.
Zusammenfassung
Für die Verlegung von Belägen werden unterschiedliche
Klebstoffe und Klebemörtel eingesetzt. Bei der Verlegung
keramischer Fliesen beherrschen zementäre Klebemörtel den
Markt, lediglich für Spezialanwendungen werden
2-komponentige Reaktionsharz-Systeme eingesetzt. Ganz anders
hingegen bei Parkett und Holzpflaster. Dort sind immer noch
lösemittelhaltige Kunstharzklebstoffe dominierend, während
1-K-, 2-K-Reaktionsharz- und Dispersionsklebstoffe einen
zwar stetig steigenden, aber doch bedeutend kleineren Markt
haben. Die Klebung von PVC-, CV-, Textil-, Gummi, Kork- und
Linoleum-Belägen erfolgt fast ausschließlich mit
wasserbasierenden Dispersionsklebstoffen. Andere
Klebstofftypen, wie 2-K-Reaktionsharz- und
Lösemittel-Klebstoffe sind dort unbedeutend und werden nur
bei wenigen speziellen Anforderungen herangezogen. Die
neuen, sehr emissionsarmen Dispersionsklebstoffe,
gekennzeichnet mit dem EMICODE EC 1, haben bereits heute
einen Marktanteil über 60 % und werden in 1-2 Jahren die
anderen Dispersionsklebstoffe verdrängt haben.
HERAUSGEBER:
Rolf Peteler
Leiter des Klebstoff-Labors der UZIN UTZ AG
UZIN-Anwendungstechnik
Uzin Utz AG
Dieselstraße 3 l 89079 Ulm
Stand 4/2000
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