Die Uzin Utz AG hat im ersten
Halbjahr 2009 nach einem zunächst
deutlichen Rückgang von Umsatz und
Ergebnis als Folge des weltweiten
Konjunktureinbruchs zum Ende des
Halbjahres kräftig aufholen können.
Waren die ersten drei Monate noch von
spürbaren Rückgängen gekennzeichnet,
konnte Uzin Utz im zweiten Quartal
bereits merkliche Verbesserungen
ausmachen, die sich nach dem Ende des
zweiten Quartals fortsetzten. Wie
bereits Ende 2008 erwartet, verzeichnete
eine Vielzahl von Märkten, insbesondere
Großbritannien, Spanien, Italien,
Mittel- und Osteuropa sowie Frankreich
signifikante Einbrüche im
Immobilienbereich. Dies blieb nicht ohne
Auswirkungen auf die
Geschäftsentwicklung von Uzin Utz.
Trotzdem gelang es dem Unternehmen, sich
den großen Herausforderungen
vergleichsweise gut zu stellen und seine
Marktposition weiter zu festigen. Die
eingeleiteten Aktivitäten zur Abfederung
des Einbruchs in vielen
Immobilienmärkten zeigten erste Erfolge.
In einem schwierigen
wirtschaftlichen Umfeld, das durch
Rezessionen, einen schwachen US-Dollar
und ein schwaches britisches Pfund
gekennzeichnet war, verzeichnete die
Uzin Utz Gruppe einen Umsatzrückgang
gegenüber dem Vergleichszeitraum. Der
Umsatz ging in den ersten sechs Monaten
des Geschäftsjahres auf rund 83,2 nach
88,3 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum
zurück. Dabei zeigte sich ein
unterschiedliches Bild: Auf dem
deutschen Markt erreichte das Geschäft
einen Umsatzwert von 39,3 Mio. Euro nach
40,5 Mio. Euro im Vergleichszeitraum.
Getragen wird der stabile Wert in erster
Linie durch die starke Marktposition von
Uzin Utz sowie den Ausbau der
Marktanteile. Auch spiegelt sich hier
die geringer als in vielen
Auslandsmärkten eingetretene
Zurückhaltung im Baubereich wider. Im
Ausland waren die Einbußen deutlicher.
Der Umsatz sank von 47,8 auf 44,0 Mio.
Euro. Der Auslandsanteil ging auf 52,8
Prozent zurück (Vorjahr 54,0).
Unverändert blieb die Unternehmensgruppe
bei ihrer bewährten langfristigen
Strategie, nicht um jeden Preis
Marktanteile auszubauen, sondern
ausschließlich profitabel zu wachsen.
Rückläufiges Ergebnis
Das Ergebnis vor Abschreibungen,
Zinsen und Steuern (EBITDA) bleibt mit
7,5 Mio. Euro ebenfalls unter
Vorjahresniveau (8,6). Das Ergebnis vor
Zinsen und Steuern (EBIT) liegt um 21,5%
unter Vorjahr und beträgt rund 4,8 Mio.
Euro (6,1). Das Ergebnis der
gewöhnlichen Geschäftstätigkeit sank auf
3,3 Mio. Euro nach 4,8 Mio. Euro im
Vorjahr.
„Vor dem Hintergrund der gesamten
Marktsituation und trotz des ungünstigen
konjunkturellen Umfelds hat Uzin Utz
ihre Marktanteile absolut und relativ
ausbauen können. Wie schon in der
zurückliegenden Rezession agiert das
Unternehmen antizyklisch und ist darauf
fokussiert, Chancen, die sich in der
Krise bieten, zu nutzen“, so Dr. H.
Werner Utz, Vorstandsvorsitzender der
Uzin Utz AG. |
Die Uzin Utz Gruppe sieht der
Vorstandsvorsitzende aktuell gut
aufgestellt: „Uzin Utz profitiert in
diesen unsicheren Zeiten von ihrem
soliden Fundament und ihrer operativen
Flexibilität, behält dabei aber stets
ihre langfristige Perspektive im Auge –
immer mit dem Ziel und in der Lage, sich
zielgerichtet, aber besonnen, an die
aktuellen Herausforderungen anzupassen“.
Kosten weiter im Griff
Positive Effekte wurden durch
gezielte Maßnahmen zur Kostensenkung
sowie durch Effizienzsteigerungen
erreicht. Trotz zuletzt wieder
gestiegener Rohstoffpreise gelang es,
die Materialeinsatzquote im Konzern von
43,3 auf 42,4 Prozent zu senken, absolut
sanken die Materialkosten von 38,1 auf
35,2 Mio. Euro. Die sonstigen
betrieblichen Aufwendungen sanken von
20,6 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum auf
18,7 Mio. Euro im ersten Halbjahr dieses
Jahres.
Weitere Arbeitsplätze geschaffen
Abermals konnte der Konzern neue
Arbeitsplätze schaffen. Die Zahl der
Beschäftigten nahm im Vorjahresvergleich
von 832 auf 910 zu. 54 Mitarbeiter
stammen dabei aus neu konsolidierten
Gesellschaften. 48 jungen Menschen wurde
eine Ausbildung ermöglicht. 382
Beschäftigte (Vorjahr 310) waren im
Ausland tätig, 528 (Vorjahr 522) in
Deutschland.
Ausblick
Die Unternehmensgruppe ist
angesichts ihrer Marktposition verhalten
zuversichtlich und erwartet aus heutiger
Sicht für das Gesamtjahr eine
Fortsetzung der schwierigen Marktlage.
Die möglichen Auswirkungen von
Sondereinflüssen, wie wieder steigende
Energie- und Rohstoffpreise, sind
aktuell nicht vollständig einzuschätzen.
So kann keine zuverlässige Prognose
abgegeben werden.
Uzin Utz hat allerdings ihre
Anstrengungen zur Ergebnissicherung
verstärkt und umfangreiche abfedernde
Maßnahmen zur Kostensenkung und zur
Sicherung ihrer Position im Wettbewerb
ergriffen, die zwischenzeitlich
deutliche Erfolge zeigen. Die Uzin Utz
AG erwartet, ein klar positives Ergebnis
zu erzielen.
„Wir sind überzeugt, mit unserer
Positionierung am Markt, unserer breiten
Aufstellung sowie besonderen Kundennähe
und nicht zuletzt unserer starken
Unternehmenskultur unseren Aktionären
und Kunden auch im zweiten Halbjahr
entscheidende Zukunftsperspektiven
bieten zu können“, betonte der
Vorstandsvorsitzende.
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