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Die Uzin Utz Gruppe hatte einen guten
Start in das Jahr 2008 und konnte in den
ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres
an ihren Vorjahres-Erfolg anknüpfen.
Dies gelang trotz teilsweise schwieriger
Marktbedingungen. Konjunkturelle
Schwächungen wurden in einer Reihe von
Ländern erstmals seit längerer Zeit
deutlich erkennbar. Ergebnisbelastungen
ergaben sich durch zum Teil erhebliche
Mehrkosten infolge makroökonomischer
Einflüsse wie signifikant erhöhte
Energiepreise sowie kräftig gestiegene
Material- und Rohstoffkosten.
Dennoch erreichte die Gruppe ein mehr
als zufriedenstel-lendes Gesamt-Ergebnis
und ist weiter auf Wachstumskurs. Der
Umsatz wuchs zweistellig und lies damit
den Wettbe-werb deutlich hinter sich,
das Ergebnis konnte auf Höhe des sehr
guten Vorjahres gehalten werden.
Gleichzeitig baute die Uzin Utz Gruppe
ihre Position im Ausland weiter aus und
stärkte insbesondere in Asien und
Nordamerika ihre Präsenz. In
wesentlichen Märkten gelang es dem
Unterneh-men, zusätzlich seine
Marktanteile auszubauen. Für das
Gesamtjahr 2008 erwartet die Gruppe eine
gute Geschäfts-entwicklung. Sie geht
davon aus, ihre Zielvorgaben zu
erreichen. Dabei sollen die Resultate
des Vorjahres beim Umsatz signifikant
übertroffen und beim Ergebnis mindestens
gehalten werden.
"Uzin Utz
hat in den zurückliegenden Jahren, in
denen der Gegenwind für die Branche
wieder stärker geworden ist, seine
Wirtschaftlichkeit und
Marktdurchdringung deutlich erhöhen
können. Das Unternehmen arbeitet
hochkonzent-riert, ist
"hell wach"
und steht in seinen Märkten auf einem
starken Fundament. Die Prozesse sind
effizient und werden ständig
durchleuchtet", sagte Dr. H. Werner Utz,
Vorstands-vorsitzender der Uzin Utz AG,
zu den Zahlen. "Darüber
hinaus haben wir unsere Auslandspräsenz
entschieden ausgebaut und die
Wertschöpfungskette nachhaltig
erweitert, um unser Potenzial noch
besser auszuschöpfen, so dass Schwächen
in einzelnen Märkten durch andere Märkte
kompensiert werden können. Uzin Utz hat
gelernt, in schwierigen Märkten
erfolgreich zu agieren. Wir haben unser
Unternehmen frühzeitig und gut auf diese
Situation vorbereitet und erfüllen alle
Voraussetzungen, um auch in diesen
Zeiten zu den Besten der Branche zu
gehören", so Utz.
Umsatz deutlich gesteigert
Trotz eingetrübter Rahmenbedingungen
– ein
schwieriges wirtschaftliches Umfeld, das
weiterhin durch stark steigende
Rohstoffpreise, einen schwachen
US-Dollar und ein schwaches britisches
Pfund gekennzeichnet war
– erwies sich
die Uzin Utz Gruppe stabil und erreichte
ein kräftiges Umsatzwachstum. Der Umsatz
konnte in den ersten sechs Monaten des
Geschäftsjahres auf rund 88,3 nach 80,4
Mio. Euro im Vorjahreszeitraum
gesteigert werden, ein Plus von circa 10
Prozent.
Auf dem deutschen Markt legte der
Umsatz um über 9 Prozent, von 37,1 auf
40,5 Mio. Euro, zu. Unverändert blieb
für die Unternehmensgruppe weiter im
Fokus, nicht um jeden Preis Marktanteile
auszubauen, sondern ausschließ-lich
profitabel zu wachsen.
Stabiles Ergebnis
Das Ergebnis vor Abschreibungen,
Zinsen und Steuern (EBITDA) erreichte
mit 8,8 Mio. Euro Vorjahresniveau.
Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT)
liegt um 4% unter Vorjahr und beträgt
rund 6,1 Mio. Euro (6,4).
Das Ergebnis der gewöhnlichen
Geschäftstätigkeit sank leicht auf 4,8
Mio. Euro nach 5,2 Mio. Euro im Vorjahr. |
Auslöser hierfür waren im Wesentlichen
die Kosten für eine verstärkte
Marktbearbeitung, gesteigerte
Marketingaktivitä-ten sowie der weitere
Ausbau des Vertriebs.
Auslandspräsenz weiter ausgebaut
Der Auslandsanteil bleibt mit 54
Prozent stabil. Absolut betrachtet legte
der Auslandsumsatz jedoch zweistellig um
10 Prozent von 43,3 Mio. auf 47,8 Mio.
Euro zu. So baut die Unternehmensgruppe
kontinuierlich und auf einer soliden
Erfolgsbasis ihr Geschäft im Ausland
weiter aus. "Die
Entwicklung zeigt deutlich, dass wir mit
unserer Strategie einer
internationaleren Aufstellung richtig
liegen", so Utz.
Wachstumsmotor waren insbesondere die
Niederlande, Polen und Tschechien. Hier
konnten deutliche Umsatzzuwächse
realisiert und die Marktanteile
erweitert werden. In fast allen anderen
Auslandsmärkten konnte Uzin Utz
ebenfalls zulegen. Der Marktaufbau in
Neuseeland und Indonesien verläuft
erfolgreich. An der Spitze stehen die
USA, wo ein besonders erfreuliches
Umsatzplus von rund 50 Prozent
erwirtschaftet wurde.
Kosten weiter im Griff
Im Kostenbereich wirkten sich die
bereits erwähnten nega-tiven
makroökonomischen Einflüsse aus. Dennoch
konnte das Unternehmen den Zuwachs der
Kosten auf niedrigem Niveau halten. Es
gelang, die Materialeinsatzquote im
Konzern von 44,6 auf 43,3 Prozent zu
senken. Rohstoffkosten- und
umsatzbedingt stiegen die
Material-kosten absolut von 36,5 auf
38,1 Mio. Euro.
Die Gruppe wurde von dieser Entwicklung
jedoch nicht überrascht, sondern war
rechtzeitig darauf vorbereitet. So
konnten die Steigerungen insgesamt in
einem geringen Umfang gehalten werden.
Um technologisch weiterhin führend zu
bleiben und um den Markt verstärkt
bearbeiten zu können, steigerte das
Unternehmen im ersten Halbjahr 2008 die
sonstigen betrieblichen Ausgaben von
18,5 Mio. Euro im Vorjahres-zeitraum auf
20,6 Mio. Euro.
Weitere Arbeitsplätze geschaffen
Abermals konnte der Konzern neue
Arbeitsplätze schaffen. Die Zahl der
Beschäftigten nahm im Vorjahresvergleich
von 745 auf 832 zu. 47 Mitarbeiter
stammen dabei aus neu konsolidierten
Gesellschaften. 37 jungen Menschen wurde
eine Ausbildung ermöglicht. 310
Beschäftigte (Vorjahr 285) waren im
Ausland tätig, 522 (Vorjahr 460) in
Deutschland.
Die Personalkostenquote stieg leicht auf
23,9 nach 23,2 Prozent im Vorjahr.
Absolut stiegen die Personalkosten von
18,7 Mio. Euro auf 21,1 Mio. Euro.
Ausblick
Die Unternehmensgruppe ist
angesichts ihrer Marktposition verhalten
zuversichtlich und erwartet für das
Gesamtjahr eine Fortsetzung der
insgesamt positiven Entwicklung. Die
möglichen Auswirkungen von
Sondereinflüssen, wie weiter steigende
Energie- und Rohstoffpreise, sind
momentan nicht vollständig abzuschätzen.
Uzin Utz hat jedoch Vorsor-ge für
entsprechende belastende Entwicklungen
getroffen.
Die Gruppe ist zuversichtlich, das
Ergebnis des Vorjahres mindestens zu
erreichen. Dabei stellt sich das
Unternehmen auf ein vergleichsweise
insgesamt schwierigeres Umfeld ein. |